Nach über drei Monaten an Stränden und auf Vulkanen verbringen wir schließlich ein paar Tage in der ersten Hauptstadt. Wir wohnen in dem wunderschönen Viertel Casco Viejo, wo sehr viele alte Kolonialhäuser wieder hergerichtet wurden. Von unserem Hostel aus hat man eine Aussicht auf die Skyline der Innenstadt, zu der man über eine Strandpromenade gelangt: Banken, Hotels und Shoppingmalls...alles weihnachtlich dekoriert... alle schön weihnachtlich gestresst...! Wir waren in einer riesigen Mall, um hier unseren mittlerweile etwas lädierten Kleiderschrank auszbessern (ja, in der jetzigen Situation ist das was besonders). Auf den Weg dahin kommt man an zwei sogenannten red areas vorbei, wo man hofft, niemals aussteigen zu müssen. Den Kanal haben wir uns im Rahmen einer Stadtrundfahrt in einemTuri Doppeldeckerbus angeschaut...mit Audio Begleitung auf Deutsch, Kamera ständig im Anschlag und so...! Ist aber irgendwie doch nur eine große Schleuse...
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19.12.2012
17.12.2012
Playa Venao, Panama
Auf der großen pazifischen Península de Azuero gelegen ist das der upcoming Surfspot des Landes. Es war zwar schwer zu erreichen mit insgesamt 11 Stunden Fahrzeit und 6 mal umsteigen, aber wir wurden nicht enttäuscht! Tolle Wellen, entspannte Locals, angenehme Abgeschiedenheit, kleine Wasserfälle, Yoga am Strand und das casa de mango für uns und unsere Aussies allein - We lived like kings.
14.12.2012
Santa Catalina, Panama
Dieses kleine Fischerdörfchen ist bekannt für gute Surfbreaks, doch leider ist der Swell im Dezember sehr unkonstant - wir hatten eher kleine Wellen.
Noch viel bekannter ist das Dorf für die Isla de Coiba und den dazu gehörigen Nationalpark (Weltkulturerbe). Wir sind mit Schnorchelausrüstung ins Boot gestiegen und haben da den Schildkröten, Haien, Rochen und allem anderen am Riff ein Buenas Días geblubbert. Die Insel selbst ist schwer zu beschreiben... Schau das Bild an.
Mike war hier das erste Mal Fischen. Mit im Boot waren Philipp und Miguel, beide erfahrene Angler mit entsprechend eßbaren Resultaten - im Gegensatz zu Mike, der zwar eine ganze Fischfamilie auf dem Gewissen hat, die aber "nur" als Fischsuppen - Zutat geeignet waren.
11.12.2012
Boquete, Panama
Im panamaischen Hochland gelegen, leben die Menschen hier in einer Art ewigen Frühling. Es kann sehr warm werden, allerdings kühlt es nachts auch schon mal unter 20°C ab. Das ist insbesondere für ältere Herrschaften aus Europa, USA und Kanada so anziehend, dass sie hier alle Grundstücke aufkaufen, um darauf ihren Altersruhesitz zu verwirklichen. Zack! Alles teuer, local Markets sind ein Witz und im Dschungel entstehen Abenteuerparks für besuchende Enkel.
Aber in diesem Hochland wächst auch exzellenter Kaffee, wovon wir jetzt definitiv eine Überdosis haben. Und es gibt tolle Wasserfälle, Kletterfelsen und Wanderwege.
Bocas del Toro, Panama
Kurz hinter der Grenze zu Costa Rica (die man über eine lange, verrottete Eisenbahnbrücke überquert) liegt die Inselgruppe: Bocas, die Klischeekaribik und häufigstes Postkartenmotiv für Panama. Wir sind hier in einem sehr zentralen Hostel abgestiegen. Abends steigt die große Party in einer Lounge auf der Nachbarinsel, die man mit dem Boot erreicht.
Leider gibt es hier momentan keine Wellen -also haben wir auf Cap Hardys Segelschiff angeheuert, um im türkisen Wasser zu schnorcheln. Silvi ist davon seekrank geworden, wir haben aber wunderschöne Korallen gesehen und sind zwischen Hunderten von bunten Fischen geschwommen!
02.12.2012
Puerto Viejo di Talamanca, Costa Rica
Nach 2 weiteren Tagen am Pazifik sind wir zur karibischen Seite des Landes übergesetzt. Dieser Teil ist nicht ganz so amerikanisiert - es gibt unendlich viele Bananenplantagen, bunte Vögel, Regen, viele Restaurants & Bars, wunderbares Seafood, gute Surfspots und viele heruntergekommene Gestalten. Wir haben die Gegend mit Fahrrädern erkundet und dabei Danilo aus Sizilien kennengelernt. Der hat uns so unglaublich gut bekocht, dass wir am abends nochmal bei ihm gegessen haben.
26.11.2012
Witches Rock, Costa Rica
Kein Costa Rica ohne Witches Rock! Leider (oder zum Glück) liegt die bekannte Welle aus "Endless Summer" mitten im Santa Rosa Nationalpark, der mit Öffentlichen nicht zugänglich ist. Also haben wir uns das kleinste Auto der Station gemietet, uns mit Grillwürstchen und Wein ausgestattet und gecampt - im Park, im Auto, mitten im Dschungel. Morgens um sechs sind wir dann mit 6 Litern Wasser und Surfbrettern 14 km zur Playa Naranja marschiert...
Ein wunderschöner mythischer Ort, völlig menschenleer in der Wildnis- wir haben noch nie so eine unberührte Natur gesehen. Mit der Tide kamen dann auch die Wellen - so superschöne Sets, die für 2 Stunden Spaß gesorgt haben, bis wir uns wieder auf den beschwerlichen Heimweg machen mussten - völlig verschwitzt, eingestaubt und mit schmerzenden Gliedern, aber am Ende mit einem riesen Grinsen im Gesicht.
25.11.2012
Tamarindo, Costa Rica
Nach einer 12- stündigen Anreise und einem langen Grenzaufenthalt sind wir in Tamarindo angekommen. Unglaublich, wie anders das hier ist verglichen mit allen anderen Orten an denen wir bisher waren. So viele Hotels, Shops, Parties und vor allem viele Gringos. Hier kann man alles kaufen, was man möchte und alles ist wahnsinnig teuer. Haben die Gelegenheit genutzt und einen französischen Abend am Strand veranstaltet - mit Rotwein, Baguette, Käse und Oliven, was wir hier alles sehr vermissen.
Habe mir hier in einen der 100 Surfshops ein neues Bett gekauft und am Grande Playa ausprobiert - ein Traum!
Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten - wir planen die Weiterreise.
23.11.2012
Isla Ometepe, Cosibolca, Nicaragua
Isla Ometepe - die größte Süsswasserinsel der Welt und eines der sieben Weltwunder der Neuzeit ist unser letztes Ziel in Nicaragua.
Der See ist so unglaublich groß und die beiden Inselvulkane sind so hoch (1700m), dass man während der Überfahrt das Gefühl hat auf der Stelle zu stehen... Die Insel wirkt nie weit entfernt, kommt aber auch nicht näher.
Per Roller sind wir um die Insel gedüst und haben uns einige Fincas, Strände und Bananenplantagen angeschaut. Highlight war das agua de ojo, ein Naturbad mit sehr mineralhaltigem, kristallklarem Wasser, dem die Kraft der Verjüngung nachgesagt wird... und einem "waterswing".
Abends gab es einen riesigen Fisch... Yummy.
19.11.2012
Jäger und Sammler
Mit Maske, Flossen und Harpune im Ozean einen großen Fang machen, dass ist etwas für echte Männer. Mit Marc - Kanadier - und Christoph -cooler Schluchtescheisser aus Kitzbühel - war ich zwei Stunden auf der Jagd, irgendwie hatten wir nicht so das glückliche Händchen. Marc und Chris haben einige Male geschossen, auf dir Gefahr hin, einen Fisch zu verletzen, habe ich mich zurück gehalten.
Glücklicher Weise waren die Fischer der Bucht erfolgreicher. Sie haben uns Black Dot Thunfisch verkauft, den Marc für uns filetiert hat. Delicioso.
13.11.2012
Endless Summer
Wir sind jedes Mal überrascht, wenn wir sehen, dass gerade November ist. Die tägliche Portion Sonne, Strand und Wellen fühlt sich einfach anders an. Wir sind jetzt schon die zweite Woche bei Matilda an der playa de madera und finden es hier sooooo schön, dass wir gerne noch etwas bleiben. Man lebt hier sozusagen alleine, weil alle Gringos in San Juan wohnen...und dass ist gut so, denn in dieser Abgeschiedenheit zeigen sich einige neue Seiten der Nicas. Hier kommen schon mal Fischer mit frisch gefangenen Makrelen vorbei, die es dann abends aus der Pfanne gibt. Abends gibt es kaltes Bier in Martas "Strandrestaurant" (2 Tische), rosane Sonnenuntergänge und klare Sternenhimmel. Wissen gar nicht mehr, wie es ist, mehr als eine Badehose anzuhaben. Esta vida es un sueño.. .
06.11.2012
San Juan SURF, Nicaragua
100% Beach, das brauchen wir jetzt nach zahlreichen Städten und Vulkanen. Wir sind bei Matilda untergebracht, eigentlich ein Campingplatz, aber es gibt auch süße Zimmer mit eigenem Bad, Kühlschrank und sogar Fernseher, den wir sicher nicht brauchen werden.
Wir Surfen jeden Tag an der Playa de Madera. Das ist der Strand, der eine Bucht südlich liegt... 15 Minuten zu Fuß mit dem Brett in der Hand. Hier gibt es auch einige Bars und kleine Restaurants, weil die ganzen Traveller aus San Juan del Sur mit Shuttles her gebracht werden (30min Fahrt one Way für 5$/day). Ein Grund mehr, direkt am Strand zu bleiben.
03.11.2012
Granada, Nicaragua
In dieser wunderschönen Kolonialstadt direkt am großen Cocibolca (der riesige See Nicaraguas) gibt es unendlich viele Cafes, Restaurants und Bars. Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Abends sitzen hier alle draußen in einer Art Fußgängerzone, trinken Rum und tanzen Salsa zu Live-Musik.
01.11.2012
Eine Nacht auf Telica, Nicaragua
Warum nicht auf einen aktiven Vulkan steigen? Warum nicht im Licht des Vollmondes? Warum nicht morgens um halb fünf in einen hundert Meter tiefen Kater schauen, um unter dem beißend nach Schwefel riechenden Dampf einen Blick auf die blubbernde Lava zu erhaschen? OK, ich schreibe grade mit einem 18 Jahre alten Ron Flore de Caña in Hand und einer Zigarre aus Esteli im Mund, aber es war wirklich eine sehr berauschend Nacht. Morgens beim Sonnenaufgang gab es auf dem Krater auch einen Schluck Rum aus der Blechtasse... und ein kleines Frühstück, immerhin müssten wir noch über vier Stunden nach unten wandern.
OBERHAMMER.
Estellí, Nicaragua
3 Stunden entfernt von Matagalpa liegt Estellí, eine kleine Revoluzzastadt im westlichen Hochland, die vor 20 Jahren durch den Bürgerkrieg komplett zerstört wurde. Jetzt gibt es hier eine Uni, Betonbauten voll mit Graffitis und jede Menge Tabakfabrikeben. Das haben wir uns angeschaut und auch selbst Hand angelegt.
28.10.2012
Im Schwarzwald
So schauts aus. Wir sind im Hochland von Nicaragua auf einer Kaffee Plantage, die vor über 130 Jahren von Deutschen gegründet wurde: Familie Hans Bösche aus dem Schwarzwald. Hier gibt es den zweitbesten Kaffee der Welt und um alles zu sehen und Silvias entzündeten Fuss zu schonen gab es eine Besichtigung auf dem Pferd. Wir sind auf nicaraguanischen Ponys über Kaffeeplantagen und liebevoll angelegten Gärten der Finca Salva Negra getrabt, mit wundervollen Blick auf die Berge und umliegende Natur. Danach gab es einen herausragenden 7 Jahre alten Flora de Caña mit anschließender OP im Hotelzimmer. Oberarzt und Patient: Silvi. Assistent, Narkosespezialist und Tupfer: Mike. Seit dem geht es meinem Fuß spitze - vielleicht kann ich morgen wieder damit laufen...;-)
26.10.2012
Vulcanoboarding Saisoneröffnung 2013
Ski heil. Auf dem Cerro Negro haben wir uns gestern eine Abfahrt auf der Vulkanasche gegeben. Es ist wie Schlittenfahren im Overall... Kenn ich! Für Silvi war das neu - trotzdem hat sie mich eingeholt.
Anschließend sind wir auf einen weiteren Vulkan geklettert. Wie vor einigen Wochen in Guatemala hat es geregnet, aber dieses Mal hat es oben aufgehört. Unsere Rum-Party am Lagerfeuer konnte starten. Wir waren wieder bis auf die Unterwäsche durchnässt, hatten aber einen tollen Blick auf den Kratersee, in den wir am nächsten Tag gesprungen sind.
24.10.2012
Que es Real? Quien es Christiano?
Haben uns das Hammer Spiel angeschaut... Stilecht mit Flores de Caña de siete años.
Wie soll man da nicht für Dortmund sein? Auch die vielen Fans von Madrid, die es hier gibt, ziehen den Hut vor diesen Dortmundern... Ahora!
23.10.2012
Leon, Nicaragua
Nach einem 12 Stunden Trip und 2 Grenzüberschreitungen sind wir in Nicaragua angekommen (davon die letzten 2 Kilometer zu Fünft in einem Mini-Taxi inkl. 3 Surfbrettern). Die erste Station ist die Kolonialstadt Leon. Hier steht eine riesige Kathedrale, die eigentlich in Lima gebaut werden sollte. Irgend ein Spanier hast damals die Baupläne vertauscht...
Von hier aus kann man viele Touren starten, wir planen gerade.
21.10.2012
Tortugas
Heute drehte sich alles um Schildkröten. Dass Zoologische Institut von El Salvador stellte sein Programm zur Rettung bedrohter Schildkrötenarten vor. Das haben wir uns nicht entgehen lassen.
Die Eier brüten in geschützten Bereichen am Strand, bis die Babys aus den Eiern schlüpfen. Wir durften ein wenig dabei helfen, die Babys aus der Brutstätte ins Meer zu entlassen. Wir wünschen unseren kleinen Schildkröten auf ihrer langen Reise alles Gute und ein langes Leben.
20.10.2012
El Tunco - La Libertad
Wir verweilen immer noch am Surf und haben mittlerweile ein zweites Brett an Land gezogen: "Quasimodo" (kein Bild!). Haben uns auch den "Top-Spot" (wohl unter den 10 besten Surfspots der Welt) in La Libertad angeschaut. Sehr mysteriös - der Strand und die Hotels sehen aus als hätte seit 10 Jahren niemand mehr darin gewohnt. Und extrem gespenstisch sind die verrotteten Karussells am Strand... Also sind wir schnell zurück nach El Tunco, wo sich Silvi Quasis Finne in den Fuß gerammt hat und jetzt erstmal nur noch Fotos macht. Trotzdem wird heute Nacht gefeiert: Unser halbjähriges Hochzeitsjubiläum, über das wir ums riesig freuen und uns an der Stelle nochmal bei allen Mitfeierern bedanken, die uns den Tag so unvergesslich gemacht haben.