28.01.2013

Segeltörn über San Blas nach Kolumbien

Der günstigste und auch spannendste Weg nach Kolumbien führt übers Wasser. Zur Zeit sogar noch spannender, da wegen Sturm und hohen Wellen wenig Schiffe unterwegs sind. Wir haben einen Platz in einem 10 Meter kleinen Segelboot ergattert, zusammen mit zwei Finnen, einem Australier und unserem Captain Fabian + Helfer Viktor. Die ersten drei Tage haben wir mit viel frischem Fisch auf den San Blas Islands verbracht. Wunderschöne kleine Inseln, wie aus der Bounty-Werbung, mit weißem Sand, Palmen und je ein bis zwei Strohhütten, die von Kuna Indianern bewohnt sind. Soweit der schöne Teil. Danach kam die 48 Stunden-Überfahrt mit nassen Betten, Notankern zwischen den Santa Rosa Island, überschwappendem Klo und defektem Auto-Pilot. Ein unglaubliches Erlebnis mit der neuen Erkenntnis: we're not born for sailing.







15.01.2013

Porto Lindo, Panama

Die Zeit bis zum Auslaufen unseres Segelschiffs wollen wir noch mit einigen schönen Surf- und Strandtagen verbringen. Leider gab es am Pazifik keine Wellen, so dass wir nach zwei Tagen in El Palmar (1h von Panama City) wieder an der Karibikseite des Landes gelandet sind, in einem kleinen Dorf östlich des Panama Kanals.  Hier wohnen wir in einer Strohhütte von zwei Allgäuern, die vor 18 Jahren ausgewandert sind. Sie waren ein Jahrzehnt mit ihrem Schiff in karibischen Wassern unterwegs und haben uns auf unseren Segelturn eingestimmt.




08.01.2013

Silvester in Santiago, Cuba

"Das Leben und die Menschen auf Kuba werden von Westen nach Osten hin deutlich farbiger." schreibt ein Reiseführer über Santiago und hat damit auch unsbezüglich den Nagel auf den Kopf getroffen: Entsprechend blau und in bester Feierlaune haben wir auf der Dachterrasse unseres Hotels ins neue Jahr gefeiert und uns dann in die tanzende Menge auf dem Plaza Grande gestürzt. Außerdem gab es Rumproben im einheimischen Wohnzimmern, Taxifahrten gegen Hauswände, Truthähne, die am Straßenrand geschlachtet wurden und überall jede Menge "corazón".
Nach alledem haben wir den kulturellen Teil der Reise erstmal beendet und uns noch ein paar gemütliche Strandtage an der Playa Esmeralda gegönnt.







07.01.2013

Roadtrip auf Cuba

Die Insel haben wir standesgemäß im VW Bus erkundet: Mike als Busfahrer, Schmitz Sisters als Navigatoren und Reiseleitung und die Ü-50 Fraktion als unterhaltsame Fahrgäste, die unausweichlichen Schlaglöcher und Ochsenkarren-Ausweichmanövern ausgeliefert waren. Zeitweise verwandelte sich der Bully in einen Hörsaal, wo es neben kubanischen Rhythmen  auch Vorträge zu kubanischer (Revolutions-) Geschichte, die Rolle der Mafia auf der Insel oder Amischlitten aus den Fünfzigern zu hören gab. Entsprechend vorbereitet haben wir den Hafen von dem französisch beeinflußten Cienfuegos, der Zuckerrohr Hochburg Trinidad oder den Humboldt Nationalpark neben Baracoa, der westlichsten und ältesten Stadt Kubas besucht.




Habana, Cuba

Habana - eine wunderschöne Stadt, bei der man irgendwie an die vom "Millionär-zum-Tellerwäscher-Story" denken muss. Verrottet und zerfallen, aber voller Charme, Musik, Leben und Rum. Also der ideale Ort um mit der ganzen Familie Weihnachten zu feiern! Mit Mojito und Cuba Libre haben wir uns schnell den kubanischen Gepflogenheiten angepasst: Von Salsa-Bands beschallt und Zigarrenrauch benebelt sind wir zwischen Revoluzzer-Plakaten durch enge Gassen geschlendert, haben Gebäude und Menschen bestaunt und karibisch gespeist und getrunken...