27.02.2013

Desierto de la Tatacoa, Kolumbien

Die erste (Halb-) Wüste (für Geopauker: Dornsavanne) auf unserer Reise erreichen wir kurz bevor es zu regnen anfängt :-/ Den zweiten Tag verbringen wir bei normalen 40 Grad nach einer Wanderung mit unserem kaltschnäuzigen Guide Bruno hauptsächlich am Pool des Hostals.
Bekannt ist die Wüste für wunderschöne Sternenhimmel und das Observatorium, das wir bei Vollmond besucht haben (können nicht fassen, was wir da vor der Linse hatten).
Auf der Weiterreise werden wir von einem Streik und Straßensperren der kolumbianischen Kaffeebauern überrascht. Das heißt: Wir wohnen gerade im Busbahnhof von Neiva, zusammen mit einigen netten Kolumbianern und Straßenhunden, die derzeit auch kein Zuhause haben...




26.02.2013

Villa de Leiva, Kolumbien

Ein Kolonialdörfchen, wie es idyllischer nicht sein kann: Weisse Häuser um einen riesigen gepflasterten Marktplatz mit Brunnen, Kirche und blauem Himmel. Zum damaligen Ärger der katholischen Spanier gibt es in der Umgebung einen heiligen Platz der Indianer - so etwas wie einen Phallusgarten, der zu Ehren der Fruchtbarkeit gebaut und auch als Sonnenkalender diente.



22.02.2013

Catedral de Sal, Zipaquira, Kolumbien

Die Atmosphäre in dieser unterirdischen Kathedrale hat uns umgehauen. Der Eingang gleicht einem Minentunnel, die Größe den Gewölben von Moria und das Salz an den Wänden eher einer Diamentengrube. Leider zu recht sehr touristisch.


21.02.2013

Bogota, Kolumbien

Wir frieren! Bogota ist arschkalt (zumindest fühlen sich die 16 Grad nach einem halben Jahr Wärme so an), was bei der Lage auch kein Wunder ist.
Es gibt wohl keine andere Stadt dieser Größe (8 Mio) auf dieser Höhe (2600m). Mit der Seilbahn zum Wallfahrtsort iglesia de nuestra señora de Monserrate gehts sogar über 3000. Aber: Bogota rockt! Wir sind in der schönen Altstadt la Candelaria einquartiert. Die meisten Gebäude sind über 500 Jahre alt. Studenten, Straßenkünstler, Graffitis auf den Plätzen vor Kirchen und Regierungsgebäuden erinnern an ein Berlin im kolonialen Stil. Die Menschen sind offen, es gibt viele moderne Restaurants und Bars und man fühlt sich als Teil des Ganzen.




19.02.2013

Medellín, Kolumbien

Seit dem Ende der Ära Escobar vor zehn Jahren hat sich Medellin von dem gefährlichsten Ort der Welt zu einer jungen, interessanten Stadt entwickelt. Mit der Billig-Airline VivaColumbia haben wir die Anreise um 10h verkürzt und dabei erfahren, dass Ryanair noch viel Luft beim Thema Kosteneinsparungen hat...
Die Stadt liegt in einem Längstal und wächst die Hänge hinauf. Für die "Hangbewohner" gibt es an die Metro angeschlossene Seilbahnen (je dünner der Geldbeutel, desto schöner der Ausblick). Hinterm Berg, an der Gipfelstation, wird man beim wandern sehr an einen frühsommerlichen Tag im Hunsrück erinnert. Für das abwechslungsreiche Nachtleben ist Medellin ebenso bekannt wie für seine zahlreichen Spezialisten der plastic surgery.




14.02.2013

Taganga, Kolumbien

Das kleine Fischerdorf hat sich in den letzten Jahren zur touristischen Hochburg am Tayrona Nationalpark entwickelt.... Zurecht! Die Sonnenuntergänge in der kleinen Bucht sind weltklasse, das Essen super (es gibt richtig gute Baguettes), am Strand läd eine Promenade zum chillen ein und überall gibts WiFi, endlich können wir wieder skypen, mailen und bloggen.



Costeño Beach, Kolumbien

Costeño ist ein kleines unbekanntes Surfcamp an der Karibik, östlich vom Tyrona Nationalpark. Beachen, Kokosnüsse knacken (¡coco loco!) und Krimis lesen unter Palmen, so einfach kann das Leben sein. Claro, das Netz wurde erst vom Schulsport Lehrer fachmännisch gespannt, bevor wir uns heiße, deutsch-brasilianische Matche geliefert haben. Ein oder zwei Mal am Tag Surfen war auch drin, auch wenn Kolumbien zurecht nicht für gute Wellen bekannt ist. Rolf und Bettina aus Luzern kannten zum Glück einige secret Spots, echte Volltreffer.





13.02.2013

Ciudad perdida, Kolumbien

Die verlorene Stadt. Allein der Name hört sich schon so nach Abenteuer an, dass wir unbedingt hin müssen. Das bedeutet ein Fünftagesmarsch durch den Dschungel, Schlafen in Hängematten, Waschen im Fluß und Schwitzen wie ein Wasserfall. Das wirklich einmalige sind aber die Nachkommen der der verlorenen Stadt. Die Stadt wurde verlassen, da durch von Spaniern eingeschleppte Krankheiten viele Menschen starben und der Ort als verflucht  geglaubt wurde. Die Einwohner flohen ins Umland und leben da noch heute ganz in ihrer alten Tradition. Medizinmänner, Meditation, Kokapasten und Menschen-und Tieropfer sind hier lebendig und leben autonom von der restlichen Gesellschaft. Unser Guide Oman hat uns zusammen mit vier Amis sicher durch das Gelände geführt und nicht nur die Stadt gezeigt, sondern auch indigene Dörfer, Familien und Traditionen.





09.02.2013

Karneval in Barranquilla, Kolumbien

Der nach Rio größte Karneval in Südamerika findet in Barranquilla statt.
Da simma dabei! Mit im Boot waren wieder mal unsere Finnen - und fragt nicht wie! Nach zweist
ündiger Aufwärmphase im Auto (inklusive Reifenpanne) und anschließender Parade haben wir uns in die Mengen, bzw. die Straßenschlacht gestürzt. Die scheinen auf uns gewartet zu haben: Während die Mädels naturgemäß die Aufmerksamkeit der Kolumbianer auf sich ziehen, haben die Jungs mit blauen Perücken gepunktet. Tanzen im Kreis, Polonaisen, Aguardeinti, Wasser-und Mehlbomben und ein Krokodil, das wir auf dem Rückweg fast überfahren hätten.



Santa Marta, Kolumbien

Die älteste Kolonialstadt ist das Urlaubs-und Wochenendziel für viele Kolumbianer. Komisch, denn der größte Teil des Stadtstrandes ist ein Kontainerhafen ... Für uns liegt die Stadt günstig, um Exkursionen ins Umland zu planen. Fuer Geographen interessant: Nutzungskonflikte am kolumbianischen Strand (Fischen, Baden, Industrie, Hafen).

02.02.2013

Cartagena, Kolumbien

Es ist wohl die schönste Stadt, die wir bisher jemals gesehen haben ;-)
Cartagena hat eine märchenhafte Altstadt mit perfekt erhaltenen Kolonialgebäuden, verwinkelten Gassen und vielen kleinen idyllischen Plätzchen. Gemeinsam mit Julia und Mikko, unsere finnischen Freunde, mit denen wir seit dem überstandenen Segeltörn reisen, genießen wir den festen Boden unter den Füßen mit Leckereien aus den fancy Eisdielen und zahllosen Cafés.